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Marxismus-Leninismus
Der Marxismus wurde durch die so genannten Bolschewiki (von russisch bolschinstwo=Mehrzahl) unter Führung von Wladimir Iljitsch Uljanow, späterer Name: Lenin (1870 - 1924) zu einer Staatsdoktrin und theoretischen Vorgabe für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft und für den internationalen Klassenkampf weiterentwickelt.
Nach marxistisch-leninistischer Auffassung ist der Sozialismus die erste (niedere) Phase der Gesellschaftsform des Kommunismus. Mit anderen Worten: Sozialismus ist die Gesellschaft, die unmittelbar aus dem Kapitalismus hervorwächst; er ist die erste Entwicklungsstufe der neuen Gesellschaft. Kommunismus kann sich als höhere Form der neuen Gesellschaft nur dann herausbilden, wenn sich der Sozialismus vollständig entwickelt hat.
Der Aufbau des Sozialismus erfolgt nach marxistisch-leninistischer Auffassung nach allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten:
Nach marxistisch-leninistischer Auffassung ist der Sozialismus die erste (niedere) Phase der Gesellschaftsform des Kommunismus. Mit anderen Worten: Sozialismus ist die Gesellschaft, die unmittelbar aus dem Kapitalismus hervorwächst; er ist die erste Entwicklungsstufe der neuen Gesellschaft. Kommunismus kann sich als höhere Form der neuen Gesellschaft nur dann herausbilden, wenn sich der Sozialismus vollständig entwickelt hat.
Der Aufbau des Sozialismus erfolgt nach marxistisch-leninistischer Auffassung nach allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten:
- Durchführung der proletarischen Revolution und Errichtung der Diktatur des Proletariats
- Führung der werktätigen Massen durch die Arbeiterklasse und ihre marxistisch-leninistische Partei als Avantgarde
- Bündnis der Arbeiterklasse mit der Bauernschaft und den anderen werktätigen Schichten (Bündnispolitik)
- Beseitigung des kapitalistischen Eigentums und Herstellung des gesellschaftlichen Eigentums an den Produktionsmitteln
- planmäßige Entwicklung der Volkswirtschaft
- Revolution auf dem Gebiet der Ideologie und Kultur sowie Herausbildung einer sozialistischen Intelligenz (sozialistische Kulturrevolution)
- Beseitigung nationaler Unterdrückung und Herstellung gleichberechtigter Beziehungen zwischen den Völkern
- Zusammenschluss der sozialistischen Länder
- Verteidigung der Errungenschaften des Sozialismus gegen die Anschläge äußerer und innerer Feinde.
Der Marxismus-Leninismus unterstreicht vor allem die revolutionäre Seite des Marxismus und gibt dazu konkrete organisatorische und strukturelle Vorgaben. Lenins Lehre von der Partei neuen Typs ging vor allem davon aus, dass das Proletariat als revolutionäres Subjekt auf sich allein gestellt nicht das notwendige politische Bewusstsein entwickeln kann. Dies muss ihm durch eine revolutionäre Kaderpartei ("Avantgardeanspruch" der kommunistischen Partei) vermittelt werden. Alle Funktionen in der Partei müssen dabei in der Hand einer möglichst geringen Zahl von Berufsrevolutionären konzentriert sein. Diese Berufsrevolutionäre haben die Aufgabe, breiteste Bevölkerungsschichten an die Bewegung heran zu führen. Die Partei muss nach den Grundsätzen vom "demokratischen Zentralismus", wonach alle Beschlüsse von Leitungsgremien strikt zu befolgen und Fraktionen innerhalb der Partei verboten sind, straff organisiert sein.
Weiteres Unterscheidungsmerkmal zum "reinen" Marxismus ist die von Lenin entwickelte These, unter den russischen Bedingungen kommt es darauf an, so schnell wie möglich - ausgehend von der Abeiterklasse und der revolutionären Partei im Bündnis mit den Bauern - zur sozialistischen Revolution überzugehen. Nach seiner während des 1. Weltkriegs entwickelten Kapitalanalyse (Imperialismustheorie) ist der Imperialismus das höchste und zugleich letzte Stadium des Kapitalismus. Im Imperialismus beherrschen nach seiner Ansicht Wirtschaftsmonopole und das Finanzkapital den Staat und die Gesellschaft. Verschärfungen im Innern der Staaten und zwischen den Staaten selbst führen dann unvermeidlich zu Kriegen und in solchen Krisen neigt der imperialistische Staat dazu, die Arbeiterklasse zu unterdrücken. Im Gegensatz zu Marx, nach dessen Theorie die Revolution zuerst in einem der hoch industrialisierten westeuropäischen Länder hätte ausbrechen müssen, versuchte Lenin die Notwendigkeit einer Revolution im feudalistisch-bäuerlich geprägten Russland zu begründen (Lehre vom schwächsten Kettenglied). Ziel muss es dann sein, die Revolution in staatsmonopolistische Länder wie zum Beispiel Deutschland zu exportieren. Anders als bei Marx und Engels waren für Lenin also nicht ökonomische und soziale Voraussetzungen die entscheidenden Kriterien für die Möglichkeit eines Umsturzes, sondern eine vorhandene revolutionäre Situation in der Gesellschaft (Revolutionstheorie).
Für die in einem staatsmonopolistischen Land nur in Schritten zu erreichende Revolution gibt der Marxismus-Leninismus Strategie und Taktik vor. Für den Kampf gegen das Monopolkapital muss danach eine Massenbasis durch die "Aktionseinheit der Arbeiterklasse" und eine "Volksfront" der nichtmonopolistischen Kräfte gebildet werden. Im Rahmen der politischen Agitation werden unter Nutzung von Vorfeldorganisationen die Menschen für konkrete Anliegen aktiviert, um über Nahziele den kommunistischen Fernzielen sukzessive näher zu kommen. Im Kampf gegen das Monopolkapital richtet sich nach dem Marxismus-Leninismus die Kampfform nach der Zweckmäßigkeit des Vorgehens und eröffnet deshalb alle (außer)parlamentarischen und (il)legalen Optionen.
Weiteres Unterscheidungsmerkmal zum "reinen" Marxismus ist die von Lenin entwickelte These, unter den russischen Bedingungen kommt es darauf an, so schnell wie möglich - ausgehend von der Abeiterklasse und der revolutionären Partei im Bündnis mit den Bauern - zur sozialistischen Revolution überzugehen. Nach seiner während des 1. Weltkriegs entwickelten Kapitalanalyse (Imperialismustheorie) ist der Imperialismus das höchste und zugleich letzte Stadium des Kapitalismus. Im Imperialismus beherrschen nach seiner Ansicht Wirtschaftsmonopole und das Finanzkapital den Staat und die Gesellschaft. Verschärfungen im Innern der Staaten und zwischen den Staaten selbst führen dann unvermeidlich zu Kriegen und in solchen Krisen neigt der imperialistische Staat dazu, die Arbeiterklasse zu unterdrücken. Im Gegensatz zu Marx, nach dessen Theorie die Revolution zuerst in einem der hoch industrialisierten westeuropäischen Länder hätte ausbrechen müssen, versuchte Lenin die Notwendigkeit einer Revolution im feudalistisch-bäuerlich geprägten Russland zu begründen (Lehre vom schwächsten Kettenglied). Ziel muss es dann sein, die Revolution in staatsmonopolistische Länder wie zum Beispiel Deutschland zu exportieren. Anders als bei Marx und Engels waren für Lenin also nicht ökonomische und soziale Voraussetzungen die entscheidenden Kriterien für die Möglichkeit eines Umsturzes, sondern eine vorhandene revolutionäre Situation in der Gesellschaft (Revolutionstheorie).
Für die in einem staatsmonopolistischen Land nur in Schritten zu erreichende Revolution gibt der Marxismus-Leninismus Strategie und Taktik vor. Für den Kampf gegen das Monopolkapital muss danach eine Massenbasis durch die "Aktionseinheit der Arbeiterklasse" und eine "Volksfront" der nichtmonopolistischen Kräfte gebildet werden. Im Rahmen der politischen Agitation werden unter Nutzung von Vorfeldorganisationen die Menschen für konkrete Anliegen aktiviert, um über Nahziele den kommunistischen Fernzielen sukzessive näher zu kommen. Im Kampf gegen das Monopolkapital richtet sich nach dem Marxismus-Leninismus die Kampfform nach der Zweckmäßigkeit des Vorgehens und eröffnet deshalb alle (außer)parlamentarischen und (il)legalen Optionen.


